Angelurlaub in Bayern als Alternative zum Bergwandern
Bayern ist das flächenmäßg größte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es liegt im Südosten des Landes und hat eine große Tourismusindustrie, da man im Freistaat zahlreiche Landschaftsformen vorfindet.
Wenn die meisten Ausländer in Übersee und Europa an Deutschland denken, meinen sie typischerweise bayerische Folklore und Bierfeste. Ein wichtiger Teil dieses Klischees sind die Alpen im Hintergrund, die man in Südbayern oder Oberbayern findet. Tatsächlich findet man die höchste Konzentration an Touristen im Freistaat am Alpenrand, allerdings ist dieser Teil Bayerns vergleichsweise klein, denn Deutschland hat nur einen geringen Alpenanteil. Neben den Alpen und dem Bayerischen Wald als wichtigste Urlaubsgebirge zieht es auch viele Touristen in das Bundesland, weil sie in einen der zahlreichen Seen und größeren Flüsse ihr Glück beim Angeln versuchen möchten. Bayern bietet gerade im Süden gute Möglichkeiten und Fischreviere, denn dort findet man die meisten und auch größten Seen Deutschlands. Diese liegen landschaftlich reizvoll unmittelbar vor den Alpen und bieten größere Fischbestände, die auch kommerziell gefangen werden. Dass die größeren Seen gerade vor einem Hochgebirge zu finden sind, hängt mit der letzten großen Eiszeit in den Alpen zusammen.
Die Alpen waren vor mehreren Tausend Jahren vollkommen vergletschert. Diese Gletscher sind in mehreren Perioden mal mehr und mal weniger in das Alpenvorland durchgedrungen, dabei haben sie die verbleibenden Mittelgebirge und Hügelketten dieses Gebietes weitestgehend eingeebnet. Deshalb ist das Alpenvorland bis auf ein paar größere Moränenketten, die ebenfalls als Wandergebiete genutzt werden, vollkommen eben. Als die Gletscher in einer Aufwärmperiode großflächig auf das heutige Niveau abschmolzen, wurde viel Wasser in das Alpenvorland und die Po-Ebene gespült. Dieses Wasser konnte durch die großen Flüsse Donau im Norden und den Po im Süden nicht vollständig ins Meer geführt werden, daher sammelte es sich in den großen Seen im Süden Bayerns oder im Norden Italiens. Heute werden diese Gewässer immer noch von Schmelz- und Gletscherwasser gespeist, daher konnte man noch vor 100 Jahren in Bayern nach Zugfischen angeln, welche die großen Flüsse hinauf in die Alpen zogen. Die Donau fließt aber ins Schwarze Meer, daher konnten beispielsweise Lachse früher in Bayern nur im Main-Gebiet gefangen werden, denn der Main fließt über den Rhein in die Nordsee.
Fischereiverbände kümmern sich um die Aufrechterhaltung der Bestände in den Flüssen und Seen, man darf in Bayern auch nur mit einem Angelschein fischen. Dies wurde festgelegt, damit die Bestände nicht dezimiert werden, allerdings gilt nur in Deutschland Angelscheinpflicht. An vielen Gewässern werden für Touristen Angelhäuser vermietet, oft sogar mit Stegen und kleineren Booten. Wenn man bestimmte Fischarten angeln möchte, sollte man je nach Saisonzeit in verschiedenen Tiefen und verschiedenen Gewässern angeln. Genaue Informationen und Empfehlungen findet man in einem Angelführer oder auch auf zahlreichen Internetseiten, auf denen Experten Tipps geben für die besten Angelplätze in Bayern. Im Internet findet man auch Angebote für den geplanten Angelurlaub in Bayern, dort kann man zudem verschiedene Unterkünfte und Reiseveranstalter miteinander vergleichen. Die meisten Touristen kommen aber nicht ausschließlich zum Angeln an einen der Seen oder Flüsse, sondern sie nutzen daneben Wassersportangebote und genießen die weitläufige Natur bei einer Wanderung.